Es wächst und gedeiht
Es gibt (zum Glück) Gartentage, an denen kein großes Bauprojekt ansteht und keine neuen Beete entstehen. Trotzdem passiert unglaublich viel. Heute war genau so ein Tag.
Inzwischen fühlt sich unsere Fläche immer mehr wie ein richtiger Garten an. Die Pflanzen wachsen sichtbar, die ersten Hochbeete stabilisieren sich und an vielen Stellen verändert sich das Bild beinahe von Woche zu Woche. Es macht Freude, einfach einmal stehen zu bleiben und zu beobachten, wie aus einer freien Fläche langsam ein lebendiger Ort entsteht.
Mit dieser Entwicklung verändert sich auch etwas anderes: Immer häufiger kommen wir mit Menschen aus der Nachbarschaft ins Gespräch. Viele bleiben neugierig am Gartenzaun stehen, fragen nach unseren Ideen oder möchten wissen, was hier entsteht. Einige bringen sogar Pflanzenspenden vorbei oder bieten spontan ihre Hilfe beim Gießen an. Solche Begegnungen freuen uns ganz besonders. Sie zeigen, dass der Gemeinschaftsgarten nach und nach zu einem Ort wird, mit dem sich immer mehr Menschen verbunden fühlen.
Nicht nur in der Permakultur wird immer wieder vermittelt, dass ein Garten Zeit braucht, um sich zu entwickeln. Pflanzen wachsen nicht auf Knopfdruck, Beziehungen ebenso wenig. Beides entsteht Schritt für Schritt – durch Geduld, Aufmerksamkeit und regelmäßige Pflege. Genau das erleben wir gerade.
Deshalb haben wir heute nicht nur gegossen, gepflegt und beobachtet. Wir haben uns auch bewusst einen Moment Zeit genommen, um uns über das zu freuen, was bereits entstanden ist. Denn manchmal lohnt es sich, kurz innezuhalten und zu erkennen, wie weit man gemeinsam schon gekommen ist.
