Mit der Nachbarschaft ins den Tag starten
Stellen Sie sich vor: Sie wachen auf und wissen, heute starten Sie mit einigen Ihrer Nachbarinnen und Nachbarn und vielen anderen Menschen aus dem Kiez gemeinsam in den Tag.
Schon am Eingang der Martin-Luther-King-Gemeinde werden Sie freundlich begrüßt und nehmen zunächst im Vorraum Platz. Von dort können Sie beobachten, wie das ehrenamtliche Frühstücksteam die letzten Vorbereitungen trifft, bevor sich kurz vor 10 Uhr die Türen zum schönen Gemeindesaal öffnen.
Dann heißt es: Einfach einen Platz suchen. Eine Sitzordnung gibt es nicht, reservierte Plätze auch nicht. An fünf großen Tischen ist Platz für jeweils acht Menschen und jeder Mensch darf sitzen, wo er oder sie möchte. Vielleicht neben einem bekannten Gesicht, vielleicht neben jemandem, den man an diesem Morgen zum ersten Mal trifft.
Bevor es ans Buffet geht, gibt es eine fröhliche Begrüßung durch die Projektleitung. Alle werden willkommen geheißen und erfahren kurz, was es mit dem gemeinsamen Frühstück auf sich hat, wer es finanziert und wofür es gedacht ist.
Und dann geht es los: Ein langes, liebevoll vorbereitetes und vielfältiges Buffet wartet auf die Gäste. Zu leckerem Brot und Brötchen gibt es verschiedene Käsesorten, Marmelade, veganen Aufschnitt, Kaffee, Tee, Orangensaft und einiges mehr. Dazu kommen die Lebensmittelspenden der Besucherinnen und Besucher: Mal sind es gekochte Eier, mal Obst, Aufschnitt oder andere Leckereien. Niemand muss etwas mitbringen – aber wer etwas teilen möchte, darf das natürlich gerne tun.
Beim Frühstücken kommt man miteinander ins Gespräch, lernt neue Menschen kennen oder schlendert zwischendurch zu den großen Verschenketischen. Dort kann jeder kostenlos mitnehmen, was ihm gefällt – und genauso Dinge ablegen, die zu Hause nicht mehr gebraucht werden und einem anderen Menschen vielleicht noch Freude machen.
Am Flyertisch gibt es außerdem aktuelle Informationen darüber, was in der Gropiusstadt gerade los ist. Und wenn am Ende Lebensmittel vom Frühstück übrig bleiben, dürfen auch diese kostenlos mitgenommen werden.
Irgendwann heißt es dann Abschied nehmen. Man verabschiedet sich von den Menschen, mit denen man gerade noch am Tisch gesessen, gegessen und erzählt hat – und startet weiter in den Tag.
Klingt schön? Können Sie haben!
Einmal im Monat in der Martin-Luther-King-Gemeinde. Und was das kostet? Nichts.
Wir teilen einfach miteinander, was wir haben. So ist genug für alle da.
