Unsere Gartentafel weiß Bescheid

Unser Gemeinschaftsgarten wächst – und inzwischen möchten wir auch noch ein bisschen besser nach außen zeigen, was hier eigentlich passiert. Schließlich ist der Garten nicht nur für die Menschen da, die regelmäßig zu unseren Treffen kommen.

Eine alte Schultafel übernimmt dabei jetzt eine wichtige Aufgabe. Auf ihr halten wir fest, wann zuletzt gegossen wurde. So können auch Menschen aus der Gropiusstadt, die außerhalb unserer Gartentreffen vorbeikommen, sehen, ob die Pflanzen vielleicht gerade etwas Wasser gebrauchen könnten. Wer Lust hat, darf also durchaus einmal zur Gießkanne greifen. So kann Beteiligung auch ganz spontan funktionieren.

Daneben informieren Plakate über die nächsten Veranstaltungen und darüber, was in nächster Zeit im Garten los ist. Stück für Stück wird damit auch von außen sichtbarer: Hier darf nicht nur geguckt werden – hier darf man sich einbringen.

Und natürlich gibt es auch im Garten selbst Neues zu entdecken. Unsere Sonnenblumen haben ihre beste Zeit inzwischen hinter sich. Die Köpfe haben wir aber nicht einfach entsorgt, sondern gut zugänglich ausgelegt. Nun dürfen sich die Vögel an den Sonnenblumenkernen bedienen. Was für uns verblüht aussieht, ist für andere schließlich noch eine wertvolle Nahrungsquelle.

Und dann sind da noch unsere kleinen Erntewunder: Die ersten Tomaten und Chilis sind reif. Nach all dem Planen, Bauen, Pflanzen, Gießen und Beobachten ist es immer wieder etwas Besonderes, plötzlich tatsächlich etwas Essbares in der Hand zu halten.

So verändert sich der Garten weiter: Er wird kommunikativer, einladender – und ganz langsam auch immer leckerer.